Sternanis (Bild Ajale/pixabay)
Sternanis (Bild Ajale/pixabay)

Süßer Kümmel.

Anis ist eine empfindliche, einjährige Pflanze, die nur selten über 50 cm hoch wird. Im Hochsommer entfalten sich die cremefarbenen Blüten in Dolden; aus ihnen entwickeln sich dann die hellbraunen, gerippten und behaarten Samen. Geerntet werden sie im August und September.

Herkunft: Kommt aus dem Mittelmeerraum. Der wertvollste Anis kommt aus Apulien, einer süditalienischen Landschaft. Es werden nicht nur die Samen verwendet.

Verwendung: Er wird verwendet für Gebäck und Brot, Süße Aufläufe, Pflaumenmus, Rotkohl, Karotten, Kürbis, Fischgerichte und Asiatische Gerichte. Die Blätter des Anis haben einen feineren, aber köstlichen Geschmack; man kann sie frisch in Salaten, mit Gemüse oder auch Käse essen.

Pimpinella anisum

Gesundheit: Anissamen soll die Muttermilchproduktion steigern.Sie wirken antiseptisch, deshalb wird Anisöl in Zahnpasta und Insektenvertreibungsmitteln verwendet. Wirkt Krampf und Schleimlösend. Es wird außerdem zur Herstellung von Hustensaft, Likören (Anisette, Pastis), Branntweinen (Ouzo, Raki) und Aperitifs (Pernod, Ricard) eingesetzt.

Geschichte: Wie viele aromatische Kräuter stammt der Anis aus dem Mittelmeergebiet und wird seit langem auch bei uns angebaut. Im kühleren Klima reifen die Samen nur selten richtig aus. Wahrscheinlich brachten die Römer en Anis mit nach England; seit dem 15. Jahrhundert wird er im Kräutergarten gezüchtet und schon die ersten Sied-ler führten ihn in Amerika ein.

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